Unterstützt die Petition “Wir haben es satt – eine neue Agrar- und Ernährungspolitik jetzt!”
Vor kurzem haben vier Abgeordnete (Gerald Huber, BZÖ; Harald Jannach, FPÖ; Wolfgang Pirklhuber, Grüne; Robert Zehetner, SPÖ;) der Präsidentin des Nationalrates im Namen der Plattform “Wir haben es satt Austria” (deren Webpräsenz aus einer Facebook-Page besteht) eine parlamentarische Petition mit folgendem Wortlaut überreicht:
“Wir haben es satt – eine neue Agrar- und Ernährungspolitik jetzt!
Die Agrarindustrie in Europa verursacht Dioxinskandale, Gentechnik im Essen und Tierleid in Megaställen. Sie verschärft Hungerkrisen, den Klimawandel und das Höfesterben. Zurück bleiben ausgeräumte Landstriche und Monokulturen. Das haben wir satt! Wir, das ist eine breite Plattform von Umwelt-, EZA- und bäuerlichen Organisationen, sowie sozialen Bewegungen.
Auch die österreichische Bundesregierung fördert mit unser aller Steuergelder eine agrarindustrielle Entwicklung, die nicht zukunftsfähig ist und bei der die Bäuerinnen und Bauern auf der Strecke bleiben. Das Höfesterben geht ungebrochen weiter, die landwirtschaftlichen Betriebe werden in einen ruinösen Verdrängungswettbewerb geschickt. Die Agrarindustrie und Raiffeisen wurden bisher mit Millionen Euro an Subventionen bedacht, was die Marktkonzentration dramatisch beschleunigt hat – die Großen müssen noch größer werden, die Kleinen müssen aufgeben. Doch die Chance, diese Politik zu ändern, war noch nie besser. Jetzt werden die entscheidenden Weichen für die Agrarpolitik bis 2020 gestellt.
Eine neue Agrar- und Ernährungskultur heißt:
Ja zu einer zukunftsfähigen, bäuerlichen Landwirtschaft!
Ja zu einer klimaschützenden Landwirtschaft!
Ja zur Bio-Landwirtschaft als Leitbild für das österreichische Agrarmodell
Ja zu gentechnikfreien Futter- und Lebensmitteln!
Ja zum Menschenrecht auf Nahrung und zu Ernährungssouveränität!
Ja zu einer Ernährungskultur, die Menschen, Tieren und Umwelt ihre Würde bewahrt!
Für eine neue Agrar- und Ernährungskultur fordern wir von der österreichischen Bundesregierung:
Agrargelder an soziale, ökologische und Tierschutz-Kriterien binden
Heimisches Futter statt importierte Gentechnik-Soja fördern
Verzicht auf energieintensive Kunstdünger und humuszerstörende Praktiken
Pestizideinsatz reduzieren, Biodiversität schützen
Ausbau der biologischen Landwirtschaft
Natur schützen statt Boden versiegeln
Respekt für Tiere statt industrialisierter Fleischproduktion
Nachhaltige Lebensmittelproduktion statt Agrotreibstoffe
Irreführende Werbung stoppen
Faire Regeln statt liberalisierte Agrarmärkte, Spekulationen und Exportsubventionen
Förderung der Vielfalt an Nutzpflanzensorten und Nutztierrassen, statt Monokulturen
Patente auf Pflanzen und Tiere verbieten
Ausbeutung (migrantischer) ArbeiterInnen in der Landwirtschaft verhindern
Wir schätzen die tägliche Arbeit der Menschen auf den Bauernhöfen. Sie müssen im Zentrum einer Reform stehen!”
Zustimmen
Wer sich mit den Forderungen dieser Petition an den Nationalrat identifizieren kann, hat die Möglichkeit, mittels einer unkomplizierten elektronischen Zustimmungserklärung seine Unterstützung zum Ausdruck zu bringen. Dazu muss auf diese Seite gehen, auf ZUSTIMMEN klicken und alle weiteren Schritte befolgen. Wer nicht will, dass seine Daten veröffentlicht werden, sollte beim letzten Punkt “Ich bin mit der Veröffentlichung meiner Daten einverstanden” kein Häkchen machen. Nach Ausfüllen des Formulars bekommt man ein E-Mail geschickt. Um die Zustimmung zu bestätigen, muss der Link im E-Mail angeklickt werden.
Merke aber:
“Die elektronische Zustimmung dient der Abbildung der politischen Interessenlage und hat für die Beratungen im Nationalrat informativen Charakter.”
Zur Zeit gibt es inklusive meiner eigenen Zustimmung 27 Zustimmungserklärungen – mal sehen wie sich dieser sanfte Hauch von Bürgerbeteiligung hier entwickelt …

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