Leseempfehlung: Kritischer Agrarbericht

Lange hat es gedauert, nun bin ich endlich dazu gekommen: Ich hab über das Jahr verteilt alle Beiträge des Kritischen Agrarberichts 2012 gelesen, und kann jetzt eine uneingeschränkte Empfehlung für den kommenden kritischen Agrarbericht 2013 abgeben …

Der insgesamt 304 Seiten starke Kritische Agrarbericht 2012 wurde vom deutschen Agrarbündnis im ABL Bauernblatt-Verlag herausgegeben. Er enthält 47 Beiträge in 11 Kapiteln (Agrarpolitik und soziale Lage, Welthandel und Ernährung, Ökologischer Landbau, Produktion und Markt, Regionalentwicklung, Natur und Umwelt, Wald, Tierschutz und Tierhaltung, Gentechnik, Agrarkultur, Verbraucher und Ernährungskultur). Jedem Kapitel (mit Ausnahme des Kapitel 10 “Agrarkultur”) ist ein Rückblick auf das Jahr 2011 vorangestellt. Dann folgen Beiträge zu Spezialthemen. Eine Übersicht über den Inhalt und eine Onlineversion der meisten Beiträge findet sich übrigens HIER. Der Kritische Agrarbericht 2012 ist im Jänner 2012 in Buchform erschienen, die frei abrufbare Onlineversionen der meisten Beiträge wurden im Laufe des Jahres ins Netz gestellt.

Inhaltlich wurde für den Kritischen Agrarbericht 2012 der Schwerpunkt “Zusammen arbeiten – für eine andere Landwirtschaft” gewählt. So widmen sich dann auch einige Beiträge diesem Schwerpunkt – angefangen natürlich von einem Beitrag über solidarische Landwirtschaft in Deutschland bis hin zur Beschreibung des Modells der gentechnikfreien Regionen in Deutschland. Sehr interessant habe ich persönlich den Bericht des Gründers und Vorstands der Regionalwert AG, Christian Hiß, gefunden, der Idee und Funktionsweise seines Unternehmens – ein “regionales Wertschöpfungsnetzwerk” – beschreibt.

Der Kritische Agrarbericht 2012 zeigt, dass Landwirtschaft abseits der Agrarindustrie theoretisch und vor allem praktisch möglich ist. Vor allem für das Jahr 2013, in dem für die künftige europäische Agrarpolitik wichtige Weichen gestellt werden, ist dem Kritischen Agrarbericht eine weite Verbreitung zu wünschen, denn er stellt dem Argument, es gäbe keine Alternativen zu “wachsen oder weichen” und einer zunehmenden Industrialisierung der europäischen Landwirtschaft, ernstzunehmende Alternativen entgegen.

Der in Kürze erscheinende Kritische Agrarbericht 2013 kann HIER bestellt werden.

Kritischer Agrarbericht 2012

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